{"id":100,"date":"2010-01-02T15:01:30","date_gmt":"2010-01-02T14:01:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/?page_id=100"},"modified":"2016-01-05T15:27:58","modified_gmt":"2016-01-05T14:27:58","slug":"geo-reportagen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/?page_id=100","title":{"rendered":"GEO-Reportagen arte"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Kamerakran vor Tuff-Felsen am Mono Lake\" src=\"http:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/images\/monolake.jpg\" alt=\"\" width=\"589\" height=\"394\" \/><\/p>\n<p>Mit gro\u00dfem Anspruch l\u00e4uft die GEO-Reportage 360 Grad im arte-Programm, hergestellt von Medienkontor in Berlin. F\u00fcr mich ging ein Traum in Erf\u00fcllung, als wir 1999 die erste GEO-Reportage in Puerto Rico und in Abu Dhabi drehen konnten.<img decoding=\"async\" title=\"Weiterlesen...\" src=\"..\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/wordpress\/img\/trans.gif\" alt=\"\" \/>\u201eDurst nach Meer\u201c \u2013 \u00fcber die\u00a0 Zukunft der Trinkwasserversorgung aus Meerwasser. Bald darauf folgten \u201eHollywood auf dem Trockenen\u201c \u00fcber die skurrilen Ausw\u00fcchse der Wassernot in Kalifornien und \u201eDer Reis des Manitu\u201c \u00fcber die kleinste Wildreis-Fabrik der Welt, betrieben vom Indianerstamm der Ojibway in Ontario\/Kanada. Es waren unvergessene Drehtage mit meinem treuen und versierten Team von der THOMM TV Fernsehproduktion in Leipzig. Im Mai 2006 folgte die vierte GEO-Reportage \u201eDie Windreiter der Anden\u201c \u00fcber einen neuen Weltrekord-Versuch von Langstrecken-Segelflug-Weltmeister Klaus Ohlmann in den argentinischen Anden. Ein sch\u00f6ner Film, der kr\u00e4ftig an den Nerven aller Beteiligten gezerrt hatte.<\/p>\n<p>Unsere erste GEO-Reportage f\u00fcr arte f\u00fchrte uns in die W\u00fcste um Abu Dhabi, wo das Trinkwasser von Millionen Menschen mit irrsinnigem Energieaufwand aus Meerwasser destilliert werden muss. Kann in Zukunft die Sonne helfen?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Meerwasserentsalzungsanlage in Abu Dhabi\" src=\"http:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/images\/entsalzungsanlage.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"409\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Sonnenuntergang in der W\u00fcste\" src=\"http:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/images\/desert.jpg\" alt=\"\" width=\"599\" height=\"404\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"W\u00fcstenbuggys schon f\u00fcr die kleinsten W\u00fcstens\u00f6hne\" src=\"http:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/images\/spielzeug.jpg\" alt=\"\" width=\"596\" height=\"776\" \/><\/p>\n<p>Ein Riesenklo vor dem Wahrzeichen von Los Angeles \u2013 ein Motiv aus der GEO-Reportage \u201eHollywood auf dem Trockenen\u201c. Die Wassernot zwang die Stadtverwaltung zum Sparen.\u00a0 Verschwenderische WC werden gegen sparsame ausgetauscht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Hollywood mal anders\" src=\"http:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/images\/hollywoodwc2.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"910\" \/><\/p>\n<p>F\u00fcr den Durst der Millionenstadt wurden die Bergseen der Sierra Nevada ausgepumpt. Bizarre Tuff-Formationen boten eine ungew\u00f6hnliche Kulisse bei den Drehs am Mono Lake.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Am Ufer des Mono Lake mit der \u00f6rtlichen Rangerin\" src=\"http:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/images\/monolake4.jpg\" alt=\"\" width=\"598\" height=\"399\" \/><\/p>\n<p style=\"margin-top: 38px;\">\n<p>Making of<\/p>\n<p><strong>\u201cDer Reis des Manitu\u201c \u2013 Die GEO Reportage bei Arte<\/strong><\/p>\n<h2><strong>Unsere Dreharbeiten beim Indianerstamm der Ojibway in Ontario <\/strong><\/h2>\n<p><strong>von Heidi M\u00fchlenberg<\/strong><\/p>\n<p>Es ist unser erster Dreh in Kanada und alle sind richtig aufgekratzt. Klasse, endlich richtige Wildnis, B\u00e4ren vielleicht und Indianer!<\/p>\n<p>Unsere Crew: Kameramann Stefan Thomm, Kameraassistent Alexander Foster und die Autorin, Heidi M\u00fchlenberg. Ich also. Stefan ist unser Weltenbummler, der am liebsten in Phantom-Flugzeugen mitfliegt oder wie beim Oder-Hochwasser unterm Helikopter liegend das Abwerfen von Sands\u00e4cken filmt. Die Bilder waren zwar leicht verwackelt, aber mit Abstand die ungew\u00f6hnlichsten von der Katastrophe. Alexander ist dagegen der geborene Gentleman, ein baumlanger Engl\u00e4nder, der spielend leicht seine zentnerschwere Steadycam \u00fcber betreppte Drehorte tr\u00e4gt und dabei noch jeden anstrahlt!<\/p>\n<p>Beim Zwischenstop in Toronto erst mal ein Schock: Auf dem Flughafen streikt das Gep\u00e4ck-F\u00f6rderband und Tausende Koffer f\u00fcllen die Abfertigungshalle. Zwei Monteure schrauben in aller Gem\u00fctsruhe an der Technik und wir raufen uns die Haare. Noch zwanzig Minuten bis zum Weiterflug, und die ganze Drehausr\u00fcstung schlummert irgendwo unter dem Kofferberg! &#8222;No problem&#8220;, beruhigt uns schlie\u00dflich ein st\u00e4mmiger Typ. Gegen ein kleines Handgeld zieht er unser Gep\u00e4ck hervor, wuchtet es auf einen Handkarren und verschwindet in Richtung Rollfeld. Die Reise kann weitergehen.<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich zur Wildreis-Ernte kommen wir im Indio-Reservat der Ojibway an.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Traditionelle Wildreisernte mit Kanu in Ontario\" src=\"http:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/images\/wildreis.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"417\" \/><\/p>\n<p>&#8222;Vor dem Laden des Reservats h\u00e4ngen die Ojibway herum und verbringen halbe Tage mit dem Rubbeln von Losen&#8220;, hatte ich gelesen. Haha! Die einzigen, die dort je herumhingen, waren wir. Die Indios sind gesch\u00e4ftig. Moderne Pickups kommen, Leute st\u00fcrzen in den Laden und wieder raus, f\u00fcr uns ein knapper Gru\u00df &#8211; schon sind sie wieder weg. Die reservatseigene Tankstelle verkauft guten Sprit &#8211; steuerfrei. Ein Duty Free Shop im Indio-Reservat? Der junge Indianer hinterm Tresen grinst. Niemand hier zahlt Steuern. Die Ojibway-H\u00e4uptlinge haben das vor Urzeiten in einem Vertrag mit der britischen Krone geregelt. Nebenan in der holzverkleideten Reservatsschule surfen die Indiokinder im Internet. Eine Schulklasse \u00fcbt gerade Baseball in der riesigen Sporthalle. Wir sind vom regen Treiben im Reservat fasziniert.<\/p>\n<p>Wir drehen sch\u00f6ne Bilder von der Reisernte und freunden uns dabei rasch mit den Arbeitern an. Joe Pitchenese, der Reisboss, f\u00e4hrt uns mit seinem 50-PS-Motorboot am ersten Abend raus in die wilden Reisfelder. Wir filmen einen phantastischen Sonnenuntergang und die rasenden Ernteboote im Gegenlicht. Ein toller Auftakt!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Selbstgebaute Ernteboote mit Propellermotor\" src=\"http:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/images\/reisboot.jpg\" alt=\"\" width=\"601\" height=\"416\" \/><\/p>\n<p>Zwei Drehtage sp\u00e4ter folgt die Ern\u00fcchterung: Joe ist pl\u00f6tzlich verschwunden. Hatten wir den etwas kamerascheuen H\u00e4uptlingssohn \u00fcberfordert? Die Arbeiter in der Fabrik drucksen herum. Joe sei irgendwo weit weg im Busch, erfahren wir. Er sei eben so, er brauche das. Vielleicht sei er in zwei Wochen wieder da &#8211; oder drei. War Joe vor uns gefl\u00fcchtet? Wir halten Kriegsrat, denn das Filmprojekt ist jetzt in ernster Gefahr. Wir beschlie\u00dfen, Joe im Busch zu suchen und gewinnen seinen Bruder Paul als F\u00fchrer. Am n\u00e4chsten Tag geht es los. Rund 50 Kilometer durch die kanadische Wildnis, die Buschpiste endet im nichts. Mit der Kameraausr\u00fcstung auf der Schulter m\u00fcssen wir zu Fu\u00df weiter. Und endlich finden wir Joe, der mit einem Raupenbagger eine Stra\u00dfe zu einem neuen Reissee baut. Wir drehen die ganze Szene. Von Milliarden M\u00fccken verfolgt, schlagen wir uns bis zum See durch, immer in Sorge, auf B\u00e4ren zu treffen. Doch der Film ist gerettet.<\/p>\n<p>Das j\u00e4hrliche Tanzfest, das Pow Wow, ist der H\u00f6hepunkt der Erntesaison. Skeptisch be\u00e4ugen uns die \u00c4ltesten des Reservats. Sie haben wei\u00df Gott gen\u00fcgend Gr\u00fcnde, argw\u00f6hnisch gegen\u00fcber Wei\u00dfen zu sein! Es gibt viele Zeremonien beim Pow Wow, die den Ojibway seit Generationen heilig und f\u00fcr Kameras absolut tabu sind. Die Reisarbeiter weihen uns ein: Wir streuen Tabakgeschenke f\u00fcr die Ahnen des Stammes in die geweihten Tanztrommeln und an die Zedernb\u00e4umchen, die den heiligen Tanzplatz begrenzen. Wir lernen, dass der Tanzplatz ausschlie\u00dflich im Uhrzeigersinn umrundet werden darf, und dass Ojibway niemals \u00fcber Verstorbene sprechen. Wir beschenken die T\u00e4nzer mit Tabak, damit wir sie drehen d\u00fcrfen. Trotzdem dauert es einen ganzen Tag bis uns die \u00c4ltesten endlich die Dreherlaubnis geben. Es wird ein unvergessliches, mitrei\u00dfendes Fest. Die Ojibway tanzen n\u00e4chtelang bis zur Ersch\u00f6pfung und auch wir versuchen die ungewohnten Tanzschritte. Gentleman Alex ist begeistert von den Ojibway-M\u00e4dchen mit ihren schellenbesetzten prachtvollen Gew\u00e4ndern und sie von ihm.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Die Trommeln der Ojibway ert\u00f6nen N\u00e4chte lang beim Pow Wow\" src=\"http:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/images\/trommel.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"418\" \/><\/p>\n<p>Die Tanztrommeln der Ojibway waren \u00fcber Jahrzehnte verstummt und versteckt, die Pow Wows verboten, die Indiokinder wurden zwangsweise in kirchliche Schulen und Heime gebracht. Heute lebt die Tradition sogar unter ganz jungen Leuten wieder auf. Eine sch\u00f6ne Erfahrung!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"In den Seen Ontarios w\u00e4chst der Wildreis der Ojibway\" src=\"http:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/images\/wald.jpg\" alt=\"\" width=\"599\" height=\"430\" \/><\/p>\n<p>Die gewaltigen Trommeln klingen uns noch in den Ohren, als wir l\u00e4ngst zur\u00fcck in Leipzig sind und am Schnittplatz sitzen. Und obwohl unser Cutter Martin gro\u00dfe Augen macht, entz\u00fcnde ich einen mitgebrachten B\u00fcschel von wildem Salbei am Schnittplatz, um die Ahnen der Ojibway um Beistand zu bitten. Der w\u00fcrzig riechende Rauch weht \u00fcber die Monitore und Schnittpulte. Ich glaube fest daran, dass die Geister der Ojibway uns freundlich zugenickt haben. W\u00e4r es sonst ein so sch\u00f6ner Film geworden?<\/p>\n<p>ARTE-Reportage \u201eDer Reis des Manitu\u201c 2002<\/p>\n<p style=\"margin-top: 38px;\">\n<p>Making Of:<\/p>\n<p><strong>\u201eDie Windreiter der Anden\u201c, GEO-Reportage bei arte<\/strong><\/p>\n<h2>Unser Tango mit dem Monster<\/h2>\n<p><strong>von Heidi M\u00fchlenberg<\/strong><\/p>\n<p><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Schon bei der Anreise &#8211; weit vor den Anden &#8211; erleben wir ihn zum ersten Mal: den gef\u00fcrchteten Wirbelwind, der die Helden unserer Reportage nach Argentinien lockte. Wir fliegen gerade von Buenos Aires nach Mendoza. Die Stewardessen nicken sich pl\u00f6tzlich kurz zu, verstauen die Servierwagen mit dem frisch gebr\u00fchten Kaffee und schnallen sich an. Keine Minute zu sp\u00e4t. Heftige Turbulenzen r\u00fctteln an unserem Flieger, immer wieder. Gerald Fritzen, unser Kameramann, greift geistesgegenw\u00e4rtig seine Z 1 und f\u00e4ngt ein paar sch\u00f6ne R\u00fcttel-Szenen ein.<\/p>\n<p>Was war mit diesem Wind los? Eigentlich geh\u00f6rte der doch in die Anden, hatten uns die Experten gesagt. Auch Alexandra Hardorf, unsere argentinische Tonassistentin, hat dergleichen noch nicht erlebt. Also Lektion Nummer 1: Dieser Wind ist wie ein Geist. Er kommt aus dem Nichts. Aber wehe, man braucht ihn!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Warten auf die Forschungssegler in den Anden\" src=\"http:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/images\/warten.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"407\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Historische Bew\u00e4sserungsanlage am Mendoza-Fluss\" src=\"http:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/images\/bewaesserung.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"871\" \/><\/p>\n<p>Die \u00dcberraschungen gehen weiter: Wir landen nach 900 km Flug am Fu\u00df der Anden in Mendoza, la Terra del Sol e del buen Vino. Von wegen! Es ist tr\u00fcbe und nieselt. Was uns stattdessen sofort erw\u00e4rmt, ist die wundervolle Gastfreundschaft der Argentinier. Major Eduardo Alvarez und Oberst Rodolfo Hub, die uns in den n\u00e4chsten Tagen unbeirrt und voller Charme die ausgefallensten W\u00fcnsche erf\u00fcllen und sich dabei manche Nacht um die Ohren schlagen. Wir beziehen Quartier im St\u00fctzpunkt der argentinischen Luftwaffe, in der Air Base Mendoza. Unsere Segel-Helden sind schon da. Pilot Klaus Ohlmann brennt auf den ersten Flug, Flugmeteorologe Rene Heise sorgt sich um Wetter und Zeitplan.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Letzte Flugvorbereitungen\" src=\"http:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/images\/anschnallen.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"404\" \/><\/p>\n<p>Die beiden Australier, J\u00f6rg Hacker und Rudi Gaissmeier schrauben und bohren und bauen mit unglaublichem Geschick rund 10 Kilo Messger\u00e4te in alle Winkel und Ecken des Segelflugzeugs ein. Und Wolf-Dietrich Herold filmt, fotografiert und schreibt mit lockerer Feder das Cyber-Tagebuch der privat finanzierten Forschungsexpedition. Jawoll: So was gibt es noch! Weder Br\u00fcssel noch Schavan sponsern die unerschrockenen Flieger. Es ist der Mix aus Abenteuerlust, Fliegerekstase und Forschergeist, der die verr\u00fcckten F\u00fcnf antreibt. Man stelle sich das vor: Riesige Turbo-Jets umfliegen mit gr\u00f6\u00dftem Respekt diese arglistigen Turbulenzen und die kleine Stemme mit ihren 850 Kilo und zwei Seglern im enge Cockpit trotzt den gef\u00e4hrlichsten aller t\u00fcckischen Winde und fliegt direkt hinein, ins Auge des Monsters! Ohne Motor!<\/p>\n<p>Sind die verr\u00fcckt?, werde ich immer wieder gefragt. Oh ja, unbedingt! Aber liebenswert verr\u00fcckt. Und dabei von glasklarem Verstand. Denn: Nat\u00fcrlich kann man Risiken minimieren. Abst\u00fcrzen kann schlie\u00dflich jeder! Aber 29 Weltrekorde segeln und heil wieder landen, das macht Klaus Ohlmann so schnell keiner nach.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Kameramann Gerald Fritzen, Piloten Klaus Ohlmann und Rene Heise sowie Tonassistentin Alexandra Hardorf\" src=\"http:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/images\/hangar.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"397\" \/><\/p>\n<p>F\u00fcr unseren Kameramann wird es ernst. Doch, er h\u00e4tte gut geschlafen, meint Gerald und schwingt sich munter den obligatorischen Fallschirm \u00fcber. Er hat sich Wochen auf diesen Moment vorbereitet und ist bewundernswert kaltbl\u00fctig, vielleicht ein wenig schicksalsergeben. Er wei\u00df genau, alles h\u00e4ngt jetzt von ihm ab. Oberhalb der Armaturen hat Rudi mit Spachtelmasse zus\u00e4tzlich unsere kleine HDV befestigt, die den ganzen Flug den Piloten im Sucher behalten soll. Die Bilder werden sagenhaft, Sauerstoffmasken und Wasserflaschen fliegen durchs Cockpit, den Piloten hebt\u00b4 in die Gurte, bevor er wieder in den Sitz kracht. Ein extrem turbulenter und gef\u00e4hrlicher Flug, bei dem die Stemme leider noch keine der ber\u00fchmten Leewellen zum Surven erwischen konnte. Aber auch die kriegen wir schlie\u00dflich noch. Die Fl\u00fcge bis in 12 000 Meter sind echte H\u00e4rtetests f\u00fcr Mensch und Technik, bis 40 Grad Minus au\u00dfen, Frost im Cockpit. Nicht nur der Schnupfen geht um. Mehrfach muss der Motor die Stemme wieder aus den gef\u00e4hrlich tiefen Anden-T\u00e4lern holen, denn t\u00fcckische Fallwinde erschweren hier das Segelfliegen. Die Kameradschaft und die Professionalit\u00e4t der Forschungssegler hat mich tief beeindruckt. Mit welcher Spontaneit\u00e4t und Gelassenheit sie die ausweglosesten technischen T\u00fccken und das zickige Wetter meisterten.<\/p>\n<p>Heidi M\u00fchlenberg<\/p>\n<p>Hamburg, 11. Januar 2007<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit gro\u00dfem Anspruch l\u00e4uft die GEO-Reportage 360 Grad im arte-Programm, hergestellt von Medienkontor in Berlin. F\u00fcr mich ging ein Traum in Erf\u00fcllung, als wir 1999 die erste GEO-Reportage in Puerto Rico und in Abu Dhabi drehen konnten.\u201eDurst nach Meer\u201c \u2013 \u00fcber die\u00a0 Zukunft der Trinkwasserversorgung aus Meerwasser. Bald darauf folgten \u201eHollywood auf dem Trockenen\u201c, <a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/?page_id=100\">Read More<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":353,"parent":0,"menu_order":4,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-100","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/100"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=100"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/100\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":225,"href":"https:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/100\/revisions\/225"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/353"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.heidi-muehlenberg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=100"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}